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Der Wettertrend im Februar zeigte sich überwiegend winterlich. Nun sind wir gespannt, ob der März uns Frühlingswetter bringt. Mit diesem Wetterbericht möchten wir Sie auch an die Zeitumstellung in diesem Monat erinnern.

Wie war der Wettertrend im Februar?

Wie bunt die Wetterpalette des Februars in Deutschland sein kann, stellte der vergangene Monat eindrücklich unter Beweis: Tiefstwerten von örtlich unter minus 20 Grad in der ersten Februarhälfte standen in der zweiten Hälfte etliche Tage mit Höchstwerten über plus 20 Grad gegenüber.

Winterliches Wetter im letzten Monat

Dazu wurde alles geboten, was das Herz Wetterbegeisterter schneller schlagen lässt: Schneesturm, Dauerfrost und Eisregen ebenso wie blauer Himmel, Frühlingswärme und Sonnenschein, garniert mit einer Portion Saharastaub. Wie erwartet glich der Wetterverlauf dabei einer Achterbahnfahrt, denn nach einer außer im nördlichsten Deutschland sehr milden und feuchten ersten Monatswoche, sorgte ein Vorstoß arktischer Luftmassen in der zweiten Woche landesweit für Schnee und klirrende Kälte. Doch ab dem 15. verdrängten milde Luftmassen aus dem Süden den Winter aus Deutschland, ab dem 20. regierten Sonnenschein und Wärme. Erst in den letzten Monatstagen wurde das Wetter nochmals deutlich kühler aber nicht mehr winterlich.

Viel sonniges Wetter im Februar

Wie vorhergesagt wies die Mitteltemperatur ein starkes Gefälle von Südwest nach Nordost auf, während in Baden-Württemberg das Mittel der letzten dreißig Jahre teilweise um mehr als zwei Grad übertroffen wurde, gab es in Brandenburg negative Abweichungen von rund einem Grad. Sehr kontrastreich zeigte sich auch die Niederschlagsverteilung, denn sowohl der Südwesten als auch die Mitte, die längere Zeit unter einer Luftmassengrenze mit intensivem Schneefall lag, zeigten in der Monatsbilanz einen deutlichen Überschuss. Weit vom Soll entfernt blieb dagegen der äußerste Norden, der nur etwas mehr als die Hälfte der üblichen Menge registrierte. Deutschlandweit im Plus lag dagegen die Sonnenscheinsumme, die den Februar 2021 auf einen der vorderen Plätze im Sonnenranking der letzten Jahrzehnte brachte.

Wettertrend für März

Das Wetter im März startet zwar noch verbreitet mit Sonnenschein und tagsüber milden Temperaturen, doch schon vor dem ersten Märzwochenende steht ein markanter Temperatursturz ins Haus: Hochreichende skandinavische Kaltluft strömt nach Deutschland, vor allem in den Nächten muss mit mäßigem Frost bis minus zehn Grad gerechnet werden. Im Stau von Alpen und Erzgebirge fällt etwas Neuschnee und hier ist auch strenger Frost bis minus 15 Grad möglich. Zum Ende der ersten Monatsdekade greifen dann atlantische Tiefausläufer auf Deutschland über und bringen einen Wettertrend mit Wolken, Schnee und Regen. Insbesondere im Norden und auf den Bergen ist auch schwerer Sturm zu erwarten, die Nächte sind dann frostfrei. Doch nach der Monatsmitte verstärkt sich der Hochdruckeinfluss erneut und kühle Luftmassen dominieren, die Niederschlagsneigung ist dann gering. Sie steigt erst zum Monatsende wieder an, doch bleibt die Regenmenge des März in der Fläche wohl unter ihrem Soll. Auch die Durchschnittstemperatur liegt unter dem langjährigen Mittel, während die Sonnenscheinsumme erneut ein Plus verzeichnen kann.

Das frühlingshafte Wetter lässt auf sich warten

Auch wenn der Wettertrend im diesjährigen März noch nicht den Durchbruch zum richtigen Frühling bringen wird, so nimmt doch die Tageslänge kontinuierlich zu und die Mittagshöhe der Sonne steigt sichtbar an. Zum letzten Monatswochenende steht dann auch wieder das Umstellen der Uhren auf dem Programm, denn die diesjährige mitteleuropäische Sommerzeit beginnt. Funkuhren und Funkwecker ersparen ihrem Besitzer das Drehen an Schräubchen und Zeigern oder das Drücken von Knöpfen, denn sie schalten durch ein Funksignal automatisch auf Sommerzeit um.

Wie die Zeitumstellung die Temperaturmessung beeinflusst

Wichtig ist die richtige Zeiteinstellung auch für alle, die bestimmte Wetterphänomene wie etwas Minima und Maxima der Lufttemperatur aufzeichnen möchten. Anders als von manchen erwartet wird die höchste Lufttemperatur nämlich nicht zusammen mit dem Sonnenhöchststand erreicht, sondern erst ein bis zwei Stunden später. Berücksichtigt man nun, dass der, bedingt durch die Sommerzeit, in Deutschland je nach Region erst zwischen 13 und 14 Uhr eintritt, wird das Tagesmaximum im Sommer meist erst in den frühen Nachmittagsstunden erreicht. Und auch die Tiefstwerte treten bei einem Wettertrend mit ungestörtem Hochdruckwetter erst kurz nach Sonnenaufgang ein, wenn die Wärmeaussstrahlung der Nacht von der beginnenden Einstrahlung aufgefangen und schließlich übertroffen wird. In jedem dieser Fälle ist die richtige Einstellung der Uhr wichtig, wenn man, wie bei vielen Funkwetterstationen möglich, die Eintreffzeit der Extremwerte eines Tages exakt registrieren möchte.



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