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Der Wettertrend im Januar brachte dann doch noch Winterwetter. Ob die Wetterprognose für Februar ähnlich winterlich bleibt? Steigen die Temperaturen ins frühlingshafte oder können wir uns noch einmal auf Schnee und Eisglätte einstellen?

Wie war das Wetter im Januar?

Den von Vielen im letzten Winter schmerzlich vermissten Schnee gab es im vergangenen Januar reichlich: In den Alpen und ab den mittleren Lagen der Mittelgebirge rieselten bis zur Monatsmitte immer wieder die Flocken und erzeugten so eine prächtig verschneite Winterlandschaft. Die jedoch, auf Grund der Pandemie bedingten Einschränkungen, nur von Tagesausflüglern genossen werden konnte und der Tourismusindustrie keinen Gewinn bescherte.

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Sturmtief Goran bestimmte das Wetter

In den tieferen Lagen Mittel- und Norddeutschlands hielt sich die weiße Pracht allerdings meist nur in den Frühstunden, tagsüber sorgten Wolkengrau und Plusgrade verbreitet für trübes Schmuddelwetter. Nach der Monatsmitte vertrieben kräftiger Südwestwind und Regenfälle den winterlichen Wettertrend bis in die Hochlagen der Berge, am 21. fegte Sturmtief „Goran“ mit Sturmböen über West- und Norddeutschland.

Winterliches Wetter im Norden, Plusgrade im Südwesten

Anschließend schafften Schnee und Eis ein landesweites Comeback, bevor sich zum Monatsende eine scharfe Luftmassengrenze über Norddeutschland aufbaute. Während es dort bei Minusgraden teilweise anhaltend schneite, kletterten die Temperaturen im Südwesten wieder in den zweistelligen Bereich. Dazu lösten intensive Regenfälle eine starke Schneeschmelze aus, die in einigen Regionen zu schweren Überschwemmungen führte. In der Gesamtbilanz hielt sich der Monat gut an die vorhergesagten Werten – einer knapp unterdurchschnittlichen Mitteltemperatur stand ein kleines Niederschlagsplus gegenüber; die Sonnenscheindauer erreichte nur wenig mehr als die Hälfte ihres Solls.

Der Wettertrend im Februar

Der starke Kontrast zwischen arktischen Luftmassen über Skandinavien und Osteuropa und milder Frühlingsluft im Südwesten und Süden des Kontinents wird auch den Witterungsverlauf im Februar prägen. In den ersten Monatstagen drängt ein kräftiger Vorstoß milder Meeresluft aus Südwesten den Winter im Norden bis an die dänische Grenze zurück. Dabei steigen die Thermometer in vielen Regionen wieder auf 10 bis 15 Grad an, was die Hochwassergefahr weiterhin hochhält.

Schnee im Februar

Zum Ende der ersten Februardekade breitet sich die skandinavische Frostluft über Deutschland südwärts aus, ob sie auch den äußersten Süden erreicht, ist fraglich. In der Grenzzone der beiden extrem unterschiedlichen Luftmassen schneit es teilweise heftig und starker Nordostwind sorgt für Schneeverwehungen. Anschließend beschert uns Hochdruckeinfluss kurzzeitig ruhiges Winterwetter mit Sonnenschein, bevor ab der Monatsmitte eine erneute Milderung ansteht. Auch hier ist nicht sicher, ob sie Eis und Schnee auch aus dem Nordosten Deutschlands vertreiben kann, im Südwesten hält dagegen mit der Blüte von Schneeglöckchen und Krokussen der Vorfrühling Einzug.

Zum Monatsende steigt nochmals das Risiko eines Kaltluftvorstoßes; in der Summe wird die Monatsmitteltemperatur ein starkes Südwest-Nordostgefälle aufweisen; Niederschlagsmenge und Sonnenscheindauer dürften nahe an den Sollwerten liegen.

Mit Wetterstationen den Wettertrend im Blick

Der mehrmalige, teils abrupte Wechsel sehr gegensätzlicher Luftmassen wird den Wettertrend im diesjährigen Februar prägen, dabei kann es zu einer regelrechten „Achterbahnfahrt“ von Temperatur und Luftdruck kommen. Eine Funkwetterstation, die ihre Messwerte kontinuierlich speichert, ermöglicht die Aufzeichnung dieser teils außergewöhnlichen Wetterschwankungen. Wenn sich der Beobachtungsort in der Nähe einer Luftmassengrenze befindet, kann insbesondere auch die Registrierung der Windrichtung bei der Einschätzung der Wettersituation wichtig sein. Dabei bietet die Funkwetterstation STRATOS nicht nur einen Überblick über die üblichen Parameter wie Luftdruck, Temperatur, Luftfeuchte, Niederschlagsmenge und Windrichtung, auch die Einordnung der „gefühlten Temperatur“ ist damit möglich. Dieser sogenannte „Windchill“ beschreibt den gefühlten Wettereindruck auf unbedeckter menschlicher Haut. Starker Wind und hohe Luftfeuchtigkeit können dabei zu großen Differenzen zur gemessenen Temperatur führen – bei den zu erwartenden Witterungskapriolen des Februars mit Sicherheit eine wertvolle Hilfe.

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