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Der Wettertrend für Deutschland im September 2021 verspricht viele sonnige und warme Tage. Die weiterhin kühlen Morgenstunden mit örtlichen Nebelfelder verraten allerdings, dass der Herbst nicht mehr fern ist.

Möchten Sie erfahren, wie sich das Wetter im September entwickeln soll? Lesen Sie unseren Wettertrend und erfahren Sie hier die Wetterprognose für September 2021 in Deutschland. Doch beginnen wir mit dem Rückblick auf den Sommer 2021.

Rückblick auf den vergangenen Sommer

Der Hochsommer des Jahres 2021 unterschied sich sehr deutlich von seinen Vorgängern in den Jahren 2018 bis 2020. Waren es da Hitze, anhaltende Trockenheit und Sonnenschein schier ohne Ende, die für Mensch und Umwelt zur Belastung wurden, gab es in 2021 ganz andere Klagen:

Deutschlandwetter im Sommer 2021

Zu kühl, zu trüb und zu nass lauteten die Vorwürfe und sie werden im Rückblick auch auf den August weitgehend bestätigt: In der Bilanz fehlte vor allem der Sonnenschein, um rund ein Drittel unter ihrem Soll lag die Monatssumme.

Besonders trüb war es in den zentralen Mittelgebirgen, während sich Urlauber an der Ostseeküste über deutschlandweit den meisten Sonnenschein freuen konnten. Schauer und Gewitter sorgten zwar für sehr unterschiedliche Regenmengen, mit rund 100 Litern pro Quadratmeter war es jedoch deutlich feuchter als normal.

Dabei lagen die Monatsummen sehr weit auseinander: Fielen im nördlichen Brandenburg,im Saarland und im Münsterland gerade mal 30 Liter pro Quadratmeter, so waren es im Alpenvorland mehr als zehnmal so viel. Auch in Sachsen plätscherte und tröpfelte es sehr ausdauernd vom Himmel.

Ein Sommer, wie er früher einmal war

Wenig verwunderlich, dass so am Schluss auch die Durchschnittstemperatur weit unter ihren Möglichkeiten blieb: Mit 16,4 Grad wurde das Mittel der vergangenen 30 Jahre um knapp anderthalb Grad verfehlt, der August 2020 war sogar stolze dreieinhalb Grad wärmer als sein Nachfolger in 2021.

Kein Wunder, dass deswegen auch die Zahl der Sommertage mit 25 Grad oder mehr nur bei mageren 5 lag, an vielen Stationen im Norden, Westen und in der Mitte wurde kein einziger Heißer Tag mit 30 Grad oder mehr registriert. So erinnerte dieser August am Ende, als er in vielen Regionen richtig herbstlich kühl und trüb ausklang, an einen Sommer, wie er früher einmal war, nämlich einen in den sechziger oder siebziger Jahren.

Wettertrend für September 2021

Damit räumt der September nun auf, denn mit der Devise „Lieber spät als gar kein Sommer“ schenkt er uns eine ganze Reihe von sonnigen und warmen Tagen. Zu verdanken haben wir dies einem stabilen Hoch, das nur sehr langsam von den Britischen Inseln zur Ostsee wandert. Damit dreht die Strömung über Deutschland von Nordwest über Nord langsam auf Ost und wärmere Luftmassen fließen ein.

Der Herbst beginnt zur Monatsmitte

Nur die weiterhin kühlen Morgenstunden mit örtlichen Nebelfelder verraten, dass der Herbst nicht mehr fern ist; zur Monatsmitte zeigt er sich dann auch im Wettergeschehen: Atlantische Tiefdruckgebiete schicken uns mehr Wolken, etwas Regen und kühlere Luft, doch in der letzten Monatsdekade nutzt der „Altweibersommer“ seine Chance.

Dann dürfen wir nochmals einen sommerlichen Nachschlag genießen, was den September insgesamt zu warm und zu sonnig ausfallen lässt. In den meisten Regionen wird es auch trockener bleiben als üblich, lediglich dort, wo sich Schauer und Gewitter besonders heftig entladen, kann am Monatsende ein Plus bei der Niederschlagssumme stehen.

Sommertage im Frühherbst

Die Zahl der Sommertage lag im meteorologischen Sommer dieses Jahres deutlich unter dem Wert der vergangenen Jahre, dazu gab es eine auffällige räumliche Verteilung: Während der Nordosten Deutschlands vor allem im Juli häufiger von trocken-warmer Festlandsluft profitierte, waren Sommertage im Nordwesten schon ein seltenes Ereignis. Noch deutlicher wird der Unterschied, wenn man sich die Heißen Tage mit 30 Grad und mehr betrachtet: Da gab es in einigen Teilen Deutschlands im Hochsommer komplette Fehlanzeige.

Doch auch der September kann in Sachen sommerlicher Wärme noch einiges aufweisen; vor drei Jahren schafften es die Thermometer noch zur Monatsmitte landesweit über die 30-Grad-Marke. Um ev. noch auftretende Sommertage an der eigenen Messstation richtig zu erfassen, gilt es ein paar Regeln zu beachten: Der Ort der Messung muss durchgängig beschattet sein, es sollte auch keine Strahlungswärme von Mauern oder reflektierte Strahlung von Gläsern das Thermometer erreichen. Dessen Messfühler sollte sich in einer Höhe von anderthalb bis zwei Metern befinden und regengeschützt sein.

Um den optimalen Standort zu finden, ist die Funk-Wetterstation MULTY von TFA sehr gut geeignet: Mit bis zu drei Sensoren lassen sich verschiedene Messpunkte testen und vergleichen, ist der beste Platz gefunden, können die weiteren Messfühler z.B. im Gewächshaus des Gartens oder auch zur Registrierung des Erdbodenminimums genutzt werden.



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weiterlesen 02.08.21 | Wettertrend