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Am 1. September 2020 beginnt der meteorologische Herbst. Wie wird das Wetter im September 2020? So sieht der Wettertrend in Deutschland für September 2020 aus:

September 2020: Zwischen Herbst und Spätsommer

Der vergangene August erwies sich über weite Strecken als echter Hochsommermonat: Nach einem noch durchwachsenen, im Süden sogar verregneten Beginn stellte sich für mehr als zwei Wochen eine stabile Großwetterlage ein, in der Hochdruckgebiete das Vordringen atlantischer Frontensysteme nach Mitteleuropa blockierten. Im Zusammenspiel von sehr viel Sonnenschein und trocken-heißen Luftmassen stiegen die Thermometer deutschlandweit täglich über 30 Grad, selbst im vorher lange Zeit unterkühlten Norden wurden nun serienweise heiße Tage registriert.

In der zweiten Monatsdekade wurde die Luft deutlich schwüler und so entluden örtlich teils sehr heftige Gewitter mit Hagel, Starkregen und Sturmböen. Erst in der dritten Monatsdekade kam wieder deutlich Schwung ins Wettergeschehen, Sturmtief „Kirsten“ sorgte am 26. für ein frühes Starkwindereignis. Mit ergiebigem Dauerregen in der Südosthälfte verabschiedte sich der August 2020, der insgesamt das langjährige Mittel von 1981 bis 2010 um rund zweieinhalb Grad übertraf. Überschwemmungen im Südosten standen Dürre im Westen und Teilen der Mitte gegenüber, die Sonnenscheinsumme erreicht landesweit nur ein kleines Plus.

Spätsommerliche Wärme zum September-Anfang

So wechselhaft wie sich der Augst verabschiedte, startet auch der September, doch schon bald macht sich aus Südwesten spätsommerliche Wärme auf den Weg nach Deutschland. So werden zum ersten Monatswochenende in der Südhälfte wieder warme 24 bis 28 Grad erreicht, im Norden bleibt es dagegen windiger, wolkiger und kühler.

Auch in der Folgezeit bleibt Deutschland zwischen Herbst und Spätsommer, wobei der Süden deutlich öfter in den Genuß von Sonnenschein und Wärme kommt. In der zweiten Monatsdekade können sich aber zunächst auch dort kühlere Luftmassen vom Atlantik ausbreiten, an den Küsten muss dann schon mit starkem Wind bis hin zur kurzen Sturmereignissen gerechnet werden.

Altweibersommer in der zweiten September-Hälfte

Ab der Monatsmitte steigen die Chancen auf weitere Spätsommertage deutschlandweit wieder an, im Südwesten sind zur Freude der Winzer viele Sonnenstunden und Wärme zu erwarten. Nach einer weiteren herbstlichen Episode steht gegen Monatsende der „Altweibersommer“ auf dem Programm.

Dann sorgen die schon langen Nächte jedoch für deutliche Abkühlung und in den Morgenstunden treten immer öfter Nebelfelder auf, vereinzelt kann es sogar schon Bodenfrost geben. In der Summe wird auch der September ein Wärmeplus verzeichnen, die Niederschlagsverteilung ist weiterhin lokal sehr unterschiedlich und in der Fläche leicht unterdurchschnittlich. Auch die Sonnenscheinbilanz dürfte am Ende ein starkes Gefälle von Südwest nach Nordost hin aufweisen und deutschlandweit nur wenig vom langjährigen Mittel entfernt landen.

Gefahr von Nebel im September 2020

In den frühen Morgenstunden tritt nun immer häufiger ein Wetterphänomen auf, das vor allem Autofahrer Probleme bereitet: der Nebel. Seine Prognose ist trotz modernster technischer Hilfsmittel immer noch schwierig, weil meistens sehr kleinräumige örtliche Bedingungen über seine Entstehung entscheiden.

Wer gerne schon am Vorabend erkennen möchte, ob Nebel am nächsten Morgen an seinem Ort wahrscheinlich ist, dem ist z. B. die Funkwetterstation mit Wind- und Regenmesser STRATOS zu empfehlen. Eine relativ einfache Funktion, die Berechnung des Taupunktes ermöglicht es, die Nebelwahrscheinlichkeit abzuschätzen. Wenn die Luft sich in der Nacht nämlich soweit abkühlt, dass die Taupunkttemperatur erreicht wird, beginnt die Kondensation von überschüssigem Wasserdampf und die Nebelbildung setzt ein. So verweist die angekündigte Tiefsttemperatur im Zusammenspiel mit der Taupunktberechnung auf die Entstehung der grauen Schleier.


Funk-Wetterstationen mit Taupunkt-Anzeige:


Allerdings sollte man den nur lokalten Vorhersagecharakter nie aus den Augen verlieren – nur wenige Kilometer weiter kann die Situation anders als vor der Haustür aussehen.



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