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Auch der Wettertrend im letzten Monat des Jahres 2020 brachte ein mit rund zwei Grad deutliches Wärmeplus und trug damit dazu bei, dass dieses Jahr das zweitwärmste der letzten 150 Jahre wurde.

Letzter Wettertrend brachte wenig winterliches Wetter

Dennoch zeigte der Dezember über weite Strecken ein anderes Gesicht als die Adventsmonate der Vorjahre: Die sonst übliche Westwetterlage kam in der ersten Monatsdekade nicht zustande, stattdessen lag vor allem die Westhälfte Deutschlands unter feucht-kalter Meeresluft, in der es häufiger regnete und in den Bergen schneite. Im Osten bliebe es dagegen weitgehend trocken, hier schien des Öfteren die Sonne bei höheren Temperaturen.

Wie war das Wetter an Weihnachten?

In der zweiten Dekade setzte sich dann doch noch milde Meeresluft vom Atlantik durch, das verfrühte „Weihnachtstauwetter“ zu Beginn der dritten Dekade bescherte uns sogar frühlingshafte Maxima bis 15 Grad. Rechtzeitig zu Weihnachten strömte dann aus Norden kältere Polarluft ein, so dass es in den Mittelgebirgen und in Süddeutschland oberhalb von 400 Metern doch noch für weiße Feiertage reichte. Auch im übrigen Land schneite es in den Folgetagen gelegentlich etwas, allerdings blieb es in den Niederungen bei 1 bis 5 Grad nur nass-kalt, während es in den Bergen richtig einwinterte. Die Niederschlagssumme lag deutschlandweit etwa 10 Prozent unter ihrem Soll, die Sonne schien nur im Osten und auf den Bergen länger als üblich, sonst dominierte vielerorts die Farbe Grau.

Wetterprognose: es wird winterlich

Auch im Januar bleiben die Chancen auf Sonnenschein zunächst ziemlich gering, denn ein umfangreiches Tiefdrucksystem über weiten Teilen Europas lässt immer neue Wolken- und Niederschlagsgebiete über dem Kontinent kreisen. Dabei schneit es in Deutschland anfangs nur in Lagen oberhalb von 200 Metern, doch richtig winterlich mit leichtem Dauerfrost und zeitweiligem Schneefall ist es erst oberhalb von 500 Metern. Allerdings werden die Nächte fast überall frostig, bei längerem Aufklaren gibt es sogar mäßigen, über Schnee in Alpennähe auch strengen Frost.

Am zweiten Januarwochenende sinken die Temperaturen noch ein wenig ab und der leichte Dauerfrost weitet sich aus. Mit neuen Schneefällen und einer langsamen Milderung geht es in der zweiten Januardekade weiter, zur Monatsmitte muss in den Niederungen und im tieferen Bergland mit Tauwetter gerechnet werden. Allerdings kann sich der Winter wohl in Süddeutschland besser behaupten und in der Folgezeit ist in der dritten Dekade, in der im langjährigen Mittel der „Hochwinter“ in Deutschland regiert, mit neuem Schnee und wieder sinkenden Temperaturen zu rechnen. Insgesamt bringt der Wettertrend in diesem Januar in der Bilanz eine im Vergleich zum neuen langjährigen Mittel von 1991 bis 2020 etwas zu niedrige Mitteltemperatur, außer in den Bergen einen Mangel an Sonnenschein und eine annähernd normale Niederschlagsmenge.

Wettertrend im Januar mit hoher Luftfeuchte

Die niedrigen Temperaturen und die meist hohe Luftfeuchtigkeit werden in diesem Januar bei vielen Menschen den Wunsch nach „trockener Kälte“ wecken. Wie stark sich dabei das menschliche Empfinden von den absoluten Zahlen unterscheidet, lässt sich gut mit einem Blick auf den Wasserdampfgehalt der Luft erkennen. Schon 5 Gramm Wasser pro Kubikmeter Luft reichen nämlich bei 0 Grad aus, um für hundertprozentige Luftfeuchtigkeit zu sorgen, bei minus 10 Grad genügt dafür bereits die halbe Menge. Um bei plus 25 Grad die volle Sättigung der Luft mit gasförmigem Wasserdampf zu erreichen, muss man diesen Wert schon verzehnfachen. Bei der erwähnten „trockenen Kälte“ sind also nur wenige Gramm Wasser in einem Kubikmeter Luft gelöst, die relative Feuchtigkeit liegt dennoch meist bei 40 bis 60 Prozent. Feuchte Kälte wird vor allem deshalb als unangenehm empfunden, weil dann die winzig kleinen, in der Luft schwebenden Wassertröpfchen bei Kontakt mit der unbedeckten, warmen menschlichen Haut verdunsten. Das aber entzieht der Körperoberfläche deutlich spürbar Wärme und lässt uns frösteln.

Wohlfühlen bei optimaler Luftfeuchtigkeit

Welch unangenehme Folgen trockene Luft dagegen haben kann, können wir auch im Winter erleben: Lassen wir beim richtigen Lüften frische Luft von draußen ins Zimmer strömen und erwärmen diese anschließend kräftig, so sinkt ihre relative Feuchtigkeit schnell und drastisch ab, teilweise auf Werte bis 10 Prozent. Dass aber lässt beim Atmen unsere Schleimhäute rasch austrocknen, begünstigt Erkältungen und Nasenbluten. Mit einem Hygrometer lässt sich die Luftfeuchtigkeit messen und gut kontrollieren; eine Schale mit Wasser im Zimmer zum Verdunsten sorgt nach dem Lüften zügig wieder für Wohlfühlverhältnisse.

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