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Der Jet-Stream triumphiert

Nachdem in 2018 und 2019 häufig stationäre Großwetterlagen dominierten, wurde der Jet-Stream, die starke, von West nach Ost verlaufende Höhenströmung über dem Atlantik, schon totgesagt. Aber bekanntermaßen leben Totgesagte besonders lang und in den letzten Wochen feierte der Jet-Stream ein beeindruckendes Comeback.

Alle Versuche des Azorenhochs, einen blockierenden Hochdruckkeil aufzubauen und damit die Zufuhr polarer Kaltluft nach Mitteleuropa zu ermöglichen, wurden vom mächtigen Strahlstrom über dem Atlantik schon nach wenigen Tagen zunichte gemacht.

Wettertrend für den Start in den Februar

Und nicht anders sieht die Entwicklung für den Start in den Februar aus: Der schwache Winterhauch, der uns zur Wochenmitte ein paar Schneeflocken und im Bergland etwas Weiß bescherte, ist am letzten Januartag bereits Geschichte. Die kräftige westliche Strömung greift vom Atlantik nach Mitteleuropa aus und führt in rascher Folge Tiefausläufer nach Deutschland. Mit ihnen dringt in breitem Strom sehr milde Meeresluft auf den Kontinent vor, in der die Thermometer rasch bis in den zweistelligen Bereich ansteigen.

Allerdings ist diese Luftmasse sehr feucht, so dass die Frühlingsgefühle trotz Maxima bis 15 Grad durch dichte Wolken und zeitweiligen Regen gedämpft werden. Nur selten schafft es die Sonne, sich durch ein paar Wolkenlücken zu zeigen; die Natur reagiert auf die anhaltend zu hohen Temperaturen jedoch mit einem Wachstumsschub bei allen Vorfrühlingsblühern.

Die Nächte bleiben am Wochenende frostfrei und der frische bis starke südwestliche Wind kann auf den Bergen und an den Küsten volle Sturmstärke erreichen.

Wettervorhersage für die kommende Woche

Auch zum Wochenbeginn bleibt es noch feucht-mild, dann setzt der Februar jedoch zu einer seiner bekannten Achterbahnfahrten an: Zur Wochenmitte dringt hinter einer Kaltfront frische Meereskaltluft nach Deutschland vor, lässt bis zum Mittwoch die Tageshöchstwerte auf niedrige einstellige Maxima purzeln und die Niederschläge, die jedoch rasch nachlassen, bis in tiefe Lagen in Schnee übergehen.

Nur am Alpenrand halten die Schneefälle für längere Zeit an, sonst sorgt nachrückender Hochdruckeinfluss für Wetterberuhigung, Nachtfröste und häufigeren Sonnenschein.


Sind im Februar schon die ersten Frühlingsgefühle möglich?

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Weitere Aussichten für den Februar

Doch auch dieses Wintergastspiel bleibt eine Farce, denn kaum ist die eingeflossen Kaltluft bei uns zur Ruhe gekommen, wird sie schon erneut von herandrängender milder Atlantikluft angegangen.

So bleiben die winterlich angehauchten Temperaturen um die Wochenmitte nur eine kurze Episode, zum ersten Februarwochenende etabliert sich auf dem Atlantik ein beeindruckend mächtiges Tiefdruckgebiet, dass auf seiner Vorderseite den nächsten Vorstoß sehr milder Meeresluft nach Deutschland initiert.

Erneut kräftig auffrischender Südwestwind, dichte Wolken und neue Regenfälle sind die Folge – der Jet-Stream zeigt sich stark und ausdauernd und eine neue Blockadelage erscheint derzeit weit entfernt.



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