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Die Menge und Häufigkeit des Niederschlags sind ein entscheidender Faktor für das lokale Klima in verschiedenen Gebieten, sowie deren Vegetation, Landwirtschaft und Kultur. Unwetter mit Starkregen, Hagel oder Schnee aber auch ausbleibender Niederschlag können zu Katastrophen wie Hochwasser, Dürren oder zerstörten Lebensräumen führen.

Den Niederschlag zu messen ist wichtig, um abschätzen zu können, wie viel Niederschlag an einem Ort wie beispielsweise Ihren Garten und in welcher Zeit gefallen ist. Wir erklären Ihnen, was man unter dem Niederschlag versteht und wie er gemessen wird.

Wie wird Niederschlag gemessen?

Die Niederschlagsmenge wird mithilfe eines Niederschlagsmessers gemessen. Meist wird der Regen in einem Gefäß aufgefangen von dem die Wassermenge abgelesen werden kann. Gängige Messinstrumente sind hierfür Regenmesser.

Alle Regenmesser

In welcher Einheit wird Niederschlag gemessen?

Die Niederschlagsmenge wird normalerweise in Litern pro Quadratmetern (l/qm) oder der Höhe in Millimeter (mm) angegeben. Die Skala eines Regenmessers wird in Millimeter angegeben. Hierbei entspricht ein Millimeter Niederschlagshöhe im Becher einem Liter Regen pro Quadratmeter.

Wer misst den Niederschlag?

Für Wetterinteressiert, Landwirte, Hobbygärtner und -meteorologe spielt das lokale Wetter und vor allem der Niederschlag eine große Rolle. Die Niederschlagsmenge im Auge zu behalten ist essentiell um zu wissen ob der Regen Ihren Pflanzen oder Ihrem Rasen genügt oder man diese bewässern muss. Wenn es um den eigenen Garten geht ist meist kein Verlass auf den eher ungenauen, örtlichen Wetterbericht. Die Nutzung eine Regenmessers klingt für die meisten kinderleicht, jedoch gibt es einige Dinge zu beachten um optimale Messwerte zu erhalten.

Was versteht man unter Niederschlag?

Niederschlag bezeichnet in der Meteorologie Wasser, welches aus der Atmosphäre aufgrund der Schwerkraft auf die Erde fällt. Neben flüssigem Niederschlag wie Regen werden unter Niederschlag auch feste Aggregatzustände wie Schnee, Hagel oder Graupel verstanden.

Unterschieden wird zwischen fallendem (z.B. Regen, Schnee), aufgewirbeltem (z.B. Schneetreiben) und abgelagertem (z.B. Schneedecke) Niederschlag.

Wie entsteht Niederschlag?

Niederschlag entsteht indem Wasser von Ozeanen, Seen oder vom Land verdunstet und wieder zu kleinen Tröpfchen kondensiert. Durch die Kondensation der Feuchtigkeit in der Luft entstehen Wolken. Sobald diese Tröpfchen eine gewisse Größe und Gewicht erreicht haben fallen sie als Niederschlag zurück auf die Erde. Diesen Prozess nennt man auch Wasserkreislauf.

Wo regnet es am meisten?

Der durchschnittliche Niederschlag je nach Region in Deutschland, aber auch weltweit fällt sehr unterschiedlich aus. Während in den Tropenregionen am Äquator, einer sogenannten Tiefdruckrinne, wochenlanger Regen normal ist, gibt es in Wüstenregionen kaum Vegetation aufgrund der Trockenheit. In Deutschland ist der Süden zwar heißer, hat aber auch mehr Regentage als im Norden.

Doch wieviel regnet es nun in Deutschland?

Der durchschnittliche Niederschlag pro Jahr in Deutschland liegt bei 500-1000l pro Quadratmeter, nahm aber in den letzten Jahren ab. Während es 2014 noch 700l regnete, waren es 2018 nur noch 590l pro Quadratmeter.

Nun sind Sie dran: Welche sind wohl die niederschlagsreichsten, bzw. -ärmsten Länder der Welt?

Zu den niederschlagsreichsten Ländern gehören Kolumbien, Sao Tome und Principe und Papua Neu Guinea mit über 3000l Regen pro Quadratmeter in einem Jahr. Diese Länder befinden sich in Äquatornähe mit starken Tiefdruckgebieten.

Die Regenmesser in Ägypten, Libyen und Saudi Arabien bleiben weitgehend leer mit weniger als 75l Niederschlag im Jahr. Diese subtropischen Wüstenregionen sind so trocken, da sich die über dem Äquator entstehenden Quellwolken schon in den feuchten Tropengegenden nahe des Äquators entleeren. Die abgekühlte, trockene Luft sinkt danach wieder zu Boden. Tagsüber steigen, aufgrund der starken Sonneneinstrahlung und fehlender Bewölkung, die Temperaturen stark an.

Wie viel Regen pro Stunde ist viel?

Eine große Niederschlagsmenge in einer oft eher kurzen Zeitspanne wird als Starkregen bezeichnet. Eine Unwetterwarnung aufgrund von Starkregen wird ab einer Regenmenge von 25 Liter pro Quadratmeter innerhalb einer Stunde ausgesprochen. Da der Boden diese drastischen Wassermengen meist nicht aufnehmen kann, können solche Unwetter zu Überschwemmungen, Sturzfluten oder Erdrutschen führen.

Der Niederschlagsrekord aus China liegt bei unglaublichen 401 Litern pro Quadratmeter.