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Der Hawaii-Sieger triumphiert in der Heimat
Normann Stadler gewinnt in Frankfurt

Triathlet Normann Stadler hat den 4. Ironman Germany in Frankfurt/Main gewonnen und präsentierte sich bei seinem ersten Sieg in der hessischen Metropole in Topform.

Bejubelt von mehr als hunderttausend Zuschauern an der 226 Kilometer langen Strecke überquerte der Weltmeister aus Mannheim gestern nach 8:20:50 Stunden mit weit ausgestreckten Armen als Erster das Ziel auf dem Römerberg: "Ich habe gewusst, was ich kann. Das ist ein persönlicher Triumph und einer der Höhepunkte meiner Karriere“, sagte Stadler, der im Oktober 2004 als zweiter Deutscher nach Thomas Hellriegel 1997 den legendären Ironman auf Hawaii gewonnen hatte.
Denn viel mehr als die 8000 Euro Prämie trieb den "Norminator" über die 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,195 km Laufen der Wunsch, endlich einen Sieg auf deutschem Boden zu erlangen. Nach einigen verpatzten Rennen in Roth stand für ihn in Frankfurt bis dato nur ein sechster Platz aus dem Jahr 2003 zu Buche. Im vergangenen Juli hatte er wegen einer Erkrankung aufgeben müssen. Grundlage für seinen insgesamt vierten Ironman-Erfolg war eine Schwimmzeit unter 50 Minuten und ein Höllenritt auf dem Rad, mit dem er trotz eines Sturzes auf regennasser Fahrbahn 3:30 Minuten Vorsprung auf den schnellsten Pedaleur Kai Hundertmarck und 15:07 auf den besten Marathonläufer Cameron Brown herausfuhr. "Ich bin als Hawaii-Sieger nach Frankfurt gekommen und hatte deshalb im Vorfeld viel Druck. Um so mehr freue ich mich, dass ich den Erwartungen standhalten konnte", sagte er. Platz zwei belegte zum dritten Mal nacheinander der Neuseeländer Cameron Brown in 8:28:39, Dritter wurde Markus Forster aus Burgoberbach (8:30:22). Titelverteidiger Stefan Holzner aus Bad Reichenhall verpasste den angestrebten Hattrick. Er brach auf der Marathonstrecke ein und kam als 65. in 9:35:42 Stunden in Ziel. Damit war er rund 20 Minuten langsamer als Frauen-Siegerin Lisa Bentley (9:15:31). Die Kanadierin gewann als erste ausländische Triathletin in Frankfurt und hatte mehr als zehn Minuten Vorsprung vor Nina Eggert aus Schöneck (9:26:22), die bereits zum dritten Mal nach 2002 und 2004 Platz zwei belegte. Dritte wurde Imke Schiersch aus Nürnberg (9:36:03). 1843 Triathleten nahmen die Schinderei zwischen Langener Waldsee, Bad Nauheim und Frankfurter Römer in Angriff. Auf 3,8 Kilometer Schwimmen folgte eine 180 Kilometer lange Radschleife, an der Tour-de-France-Atmosphäre herrschte, zwischendurch aber auch starke Schauer den Athleten zu schaffen machten. Den krönenden Abschluss bildete ein Marathon am Main-Ufer.
11.07.2005

     
 


 

 

 

 

 
 
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