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Tornado über Deutschland

Es ist kaum zu klauben, aber auch bei uns können Tornados entstehen. So wie in Duisburg diesen Monat.

Der Juli war geprägt von wenigen sehr heißen und schwülen Tagen, aus diesem Grund entwickelten sich sehr schnell, mächtige Gewitterzellen, bishin zu Superzellen, aus denen dann Tornados entstehen können. Diese Superzellen entstehen an Kaltfronten, wenn diese auf sehr feucht warme Lufmassen treffen. Sie toben sich dann mehrere Stunden über einer Region aus, die bekannten und häufigen Hitzegewitter hingegen fallen schon nach kurzer Zeit wieder in sich zusammen. Das nun ein Tornado entsteht hängt von sehr vielen Faktoren ab, einige sehr wichtige sind, dass die Winde in der Höhe deutlich schneller wehen als die bodennahen Luftschichten, dadurch beginnt das System zu rotieren, durch die dadurch entstehenden Fliehkräfte rotiert das System immer schneller. An der Unterseite der Gewitterwolke bildet sich eine Art Wall, ein sicherer Hinweis auf einen entsehenden Tornado. Wenn nun alle Faktoren zusammen spielen, bildet dich der Rüssel nach unten aus, dieser bekommt sobald er den Boden brührt eine schwarze oder lehmartige Farbe die durch Trümmer und Staub verursacht wird. Es werden Windgeschwindigkeiten von ca. 70 km/h bis über 500 km/h erreicht, je nach Stärke des Windes und der Zerstörung wird der Tornado nach der Fujita-Skala klassifiziert. Diese Skala baut sich wie folgt auf:

- F 0 64 bis 117 km/h leichte Schäden an Schornsteinen; einige abgebrochene Äste an Bäumen, flach wurzelnde Bäume können entwurzelt und Plakatwände beschädigt werden.

- F 1 118 bis 180 km/h Dachbedeckungen und Dachziegel können wegfliegen und Wohnwagen umgeworfen werden; fahrende Autos können von der Straße abkommen

- F 2 181 bis 251 km/h Dächer werden komplett vom den Grundmauern abgerissen; Wohnwagen werden vollständig zerstört; auch große Bäume werden entwurzelt; leichte Gegenstände können zu gefährlichen Geschossen werden

- F 3 252 bis 330 km/h Dächer und einige Wände werden von Häusern abgerissen; Züge entgleisen; die meisten Bäume in bewaldeten Regionen werden entwurzelt; auch schwere Fahrzeuge werden umgeworfen oder verfrachtet

- F 4 331 bis 417 km/h größere Konstruktionen mit schwacher Verankerung werden ein Stück weit vefrachtet; Autos werden umgeworfen; auch größere Gestände werden zu umherfliegenden Geschossen

- F 5 über 418 km/h Holzhäuser werden aus ihren Fundamenten gerissen, über große Distanzen verfrachtet und in ihre Einzelteile zerlegt, er wird auch unter Insidern "Der Finger Gottes genannt" Die zerstörerische Kraft ist unbeschreiblich. Alles was dieser Naturgewalt in den Weg kommt wird gandenlos zerstört.


Ein Tornado dauert oft nur ein paar Minuten, er kann aber auch mehrere Stunden dauern und je nach Stärke unterschiedlich lange Wege zurücklegen. Der Weg der Verwüstung ist nur schmal. Man kann dies oft daran erkennen, dass ein Haus total zerstört ist und ein Haus daneben noch komplett intakt ist.

Leider sind Tornados noch nicht berechenbar, d.h. man kann nicht sagen ob eine Gewitterwolke einen Tornado hervorrufen wird oder nicht und wenn, wo er zuschlagen wird. Dies ist oft für die betroffenen sehr schlimm, da es so gut wie keine Vorwarnzeit gibt.

Es muss jetzt aber niemand Angst haben das beim nächsten Gewitter ein Tornado entsteht, diese Superzellen sind sehr selten und es entsteht nicht in jeder Zelle ein Tornado.
25.07.2004

 


 

 

 

 

 
 
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